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R. Fenigsens Buch ist ein leidenschaftliches Manifest für das Leben und für die Fähigkeit, es mit seinen Leiden zu akzeptieren und dafür zu wirken, diese grundlegenden Leiden wo es geht zu lindern, statt durch einen grundlegend unmöglichen Versuch, sie durch verschiedene Formen des Tötens "abzuschaffen" im Grunde die Menschen mit noch unerträglicheren Leiden zu überziehen.
Und doch geht R. Fenigsen mit großer Klarheit und Sachlichkeit auf alle Argumente der Befürworter der "freiwilligen" Sterbehilfe ein und zeigt, wie sie sich durch ihre logische Inkonsequenz und den Mangel an Vorausschau bezüglich der Folgen für die menschliche Gesellschaft selbst ad absurdum führen. Zugleich werden die sich hinter dem Rücken der Befürworter freiwilliger Sterbehilfe versteckenden zutiefst inhumanen Strömungen der "Krypthanasie", des Tötens im Verborgenen, das in Holland zur erschütternden Realität geworden ist, klar an das Tageslicht gebracht.
Auch wenn der Autor selbst nicht explizit von einer buddhistischen Lebensanschauung ausgeht, gelangt er doch zu der selben zutiefst respektvollen und mitfühlenden Einstellung dem Leben in seinen verschiedensten Formen gegenüber. Ein Buch, das in keinem Regal eines an den Geschicken der Menschen in unserer Welt interessierten praktizieren Buddhisten fehlen sollte, und das insbesondere allen, die in ärztlichen oder pflegenden Berufen tätig sind, eine klare Argumentationshilfe in einer Zeit sein wird, in der die Thematik der "Sterbehilfe" zunehmend an Aktualität gewinnen wird. |